Sophia Kowalewska - auch Kovalevskaja - ist eine der wenigen Mathematikerinnen, die in dieser scheinbar männerdominierten Wissenschaft häufiger erwähnt wird.
Ihr Vater - Atellerieoffizier - und ihre Mutter, die als Tochter aus einer Gelehrtenfamilie wissenschaftlich gebildet, erkannten schon recht früh das mathematische Talent ihrer Tochter und ließen sie privat entsprechend unterrichten. Da sie in Russland nicht studieren durfte, nahm sie ein Jahr nach ihrer Hochzeit - 1868 - ein Studium der Mathematik in Heidelberg auf. Nach drei Semestern ging sie nach Berlin, wo sie die berühmteste Schülerin von Weierstrass wurde. 1874 promovierte sie mit summa cum laude und war damit die erste promovierte Mathematikerin der Welt. In Russland bekam sie keine Anstellung und so ging sie nach Kopenhagen. 1888 bekam den Prix Bordin der Französischen Akademie der Wissenschaften. Dies machte sie noch zu Lebzeiten berühmt, hatte sie doch ein Problem gelöst, welches schon Euler, Lagrange, Poisson und Jacobi in den Bann gezogen hatte. Es geht um die Rotation eines festen Körpers um einen festen Punkt, ein Problem, dass noch heute in der theoretischen Physik eine wichtige Rolle spielt. Sie war - wie ihre Schwester - auch schriftstellerisch tätig.
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